Vorbereitung zum Mikrotomschnitt

1. Das Entwässern

Beim Entwässern wird den Proben, durch die auf dem Bild zu sehene Apparatur, das Wasser entzogen. Dies ist für die weiteren Arbeitsschritte sehr wichtig. Die Probe muss eine gleichmäßige und stabile Struktur aufweisen, da sonst ein sauberer dünner Schnitt (wird später erklärt) nicht gewährleistet ist. Das Wasser wird durch Alkohol ersetzt, da beim nächsten Schritt, dem Einbetten, das Gewebe in flüssiges Paraffin gelegt wird. Da Paraffin nicht wasserlöslich ist, muss das Wasser entfernt werden. Dies geschieht durch einen Unterdruck von 1 bar. Der Alkohol, der sich nun im Gewebe befindet wird nun ebenfalls entfernt und durch flüssiges Paraffin ersetzt.

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2. Das Einbetten

An diesem Gerät werden die Proben eingebettet. Unter dem Tisch befindet sich ein Fußpedal, mit dem man heißes, flüssiges Paraffin aus einer Düse fließen lassen kann. Die schwarze Platte, die vorne am Gerät befestigt ist, wird beheizt (ebenfalls die Pinzette), damit das Paraffin beim Einbetten nicht sofort hart wird.
1. In dem hier zu sehenden Becken werden die Proben vorgewärmt, damit das im nächsten Schritt eingefüllte, heiße Paraffin, nicht sofort hart wird.
2. Hier gibt es spezielle Gießschälchen in die die aus den Einbettkassetten entfernte Probe hineingelegt wird.
3. Nun wird auf Knopfdruck heißes Paraffin in die Schälchen gefüllt.
4. Die Gewebeprobe wird auf den Boden des Gießschälchens gedrückt und richtig positioniert. Dies ist sehr wichtig, da die untere Seite die spätere Schnittfläche sein wird. Die Probe muss ohne Bläschen und Zwischenräume an den Boden gedrückt werden, dass eine möglichst große Schnittfläche gegeben ist.
5. Der untere Teil der früheren Einbettkassette, wird als Deckel oben aufgedrückt. Es wird erneut Paraffin eingefüllt. Wird es nun hart, hält es fest am "Deckel" und kann von dem Einbettschälchen entfernt werden.

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3. Das erste Kühlen

Die eingebetteten Proben müssen, damit das Paraffin hart wird, gekühlt werden. Dies geschieht auf dieser Kühlplatte, mit einer Temperatur von -13°C. Nachdem das Paraffin hart ist, kann man das Gießschälchen ablösen.

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4. Das zweite Kühlen

Bevor die eingebettete Probe geschnitten werden kann, muss man das Paraffin abhärten lassen. Da es die selben Eigenschaften wie Wachs hat, kühlt man es. Je kühler desto härter. An heißen Sommertagen wird das spätere schneiden der Probe zum Geduldspiel, da das Paraffin ständig durch die Wärme weich und so unschneidbar wird. Auf der Platte des hier zu sehenden Kühlgeräts herrscht eine Temperatur von -20°C.

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Nächster Schritt: DER MIKROTOMSCHNITT

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